Christiane ten Hoevel

Kunst ist eine ästhetische Wahrnehmungsleistung, die jeden Moment neu erschaffen werden muss. Ohne Publikum also keine Kunst. Bei partizipativen Arbeiten verstärkt sich dieses Prinzip noch, indem es den Rezipienten zum Co-Autoren macht. Damit ist die Frage nach der Qualität eines Produktes zugunsten der Intensität des Prozesses entschieden. Es entsteht eine Ästhetik des Provisorischen, dessen Entstehungsgrundlage auf Freiwilligkeit der Teilnahme basiert.

Über kurz oder lang stellt sich eine Demokratisierung der Kunst ein, deren soziale Architektur ständiger Pflege bedarf und deren Qualitätskriterien von Fall zu Fall neu verhandelt werden.