Christiane ten Hoevel

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Der architektonische Entwurf für den Mehrzweckraum des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums geht von dem Bild des Hieronymus im Studierzimmer von Antonello da Messina aus; zu sehen ist ein Gelehrter, vertieft in seine Bücher– seine geistige Welt –, die ihn in einem kastenförmigen Möbel umgeben. Es ist das Motiv des Haus im Haus, einer inneren Welt in einer äußeren Welt. Die Wandgestaltung greift ebenfalls das Bild einer Welt in der Welt auf. Sie konzentriert sich auf das Hervorrufen einer gedanklichen Welt, deren Umsetzung in die Realität den Betrachtern freisteht. Auf dem Wandweiß schweben zart aquarelliert Ellipsen, in denen Sätze erscheinen. Die Sätze sind Vorschläge für Handlungen und Gedanken und zielen darauf ab, die eigenen Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung des sozialen Umfeldes anzuregen.

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Unterschiedliche Vorschläge sprechen das soziale Miteinander, das für sich Sein oder die alltäglichen Handlungsweisen an, z.B.: „TEILE EINE GUTE IDEE MIT“, „SPRICH EINE EINLADUNG AUS“,„VERÄNDERE ETWAS OHNE DASS ES ZU BEMERKEN IST“, „BIETE DEINEN PLATZ EINER ANDEREN PERSON AN“ oder „DENKE DIR FÜR DEIN VORHABEN ZWEI MÖGLICHKEITEN AUS“
Wer will, kann die Vorschläge in die Realität umsetzen. Sie wirken aber auch schon, wenn man sie sich als die Vorstellung einerMöglichkeit durch den Kopf gehen lässt. 9 Vorschläge sindauf Postkarten gedruckt, die zum Mitnehmen ausliegen. DieseVorschläge können außerhalb des Raumes weiter wirken.

 

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